Kryptowährungen oder Gold? Julius Leineweber rät zum Edelmetall statt zur Bitcoin-Spekulation

Zahlreiche Anleger sehen sich dieser Tage in ihrer Sorge um ihr Erspartes vereint. Die Angst vor Geldentwertung und Währungsinstabilität treibt viele zu der Suche nach einer verlässlichen Wertanlage, welche Stabilität bietet und die Kaufkraft langfristig sichert. Diese Suche führt manche zu dem bewährten Sachwert Gold, andere setzen auf neuere Alternativen wie die Kryptowährung Bitcoin. Das renommierte Magazin FORBES legte Anlegern kürzlich in einem ausführlichen Artikel deutlich das Edelmetall anstelle von spekulativen Bitcoin-Investments nahe. Auch Goldexperte Julius Leineweber empfiehlt Sparern auf der Suche nach Wertstabilität die bewährte Sachwertanlage in Form von physischem Gold.

Julius Leineweber: Gemeinsamkeiten von Gold und Bitcoin

Die beiden Anlagen, die auf den ersten Blick so unterschiedlich erscheinen, verfügen durchaus über einige Berührungspunkte. Insbesondere ihre Unabhängigkeit von Banken und Finanzindustrie eint die beiden Finanzinstrumente. Da beide keine offiziellen Zahlungsmittel darstellen, unterliegen sie – anders als gängige Währungen – nicht der Kontrolle durch die Zentralbanken und fallen somit nicht unter den Einfluss von deren Geldpolitik. Insofern als beide aufgrund ihrer begrenzten Verfügbarkeit Wertbeständigkeit verheißen, erachten viele sie als eine Alternative zu Papiergeld.  

Aus Sicht von Julius Leineweber ist dies jedoch auch schon der Punkt, an dem die Gemeinsamkeiten der beiden Assets enden. Als Instrument der Wertaufbewahrung erachtet der Goldprofi das Edelmetall für die absehbare Zukunft als die elementar überlegene Alternative, welche für Anleger mit dem Ziel, ihr Vermögen vor Finanzmarktrisiken und Inflation zu schützen, die deutlich bessere Wahl darstellt.

Sachwert Gold als Stabilitätsanker

Eine Wertanlage erfüllt die grundlegende Funktion, die Kaufkraft des angelegten Kapitals auch über längere Zeiträume sowie durch diverse Marktphasen hindurch zu erhalten. Da sie einen konkreten materiellen Wert darstellen, sind insbesondere Sachwerte in der Lage, diesem Anspruch an eine Wertanlage zu entsprechen. Aufgrund ihres intrinsischen Wertes erfüllen Sachwerte das erforderliche Leistungsmerkmal, um zur verlässlichen Vermögensabsicherung und dem Schutz vor Geldentwertung zu dienen.  

Neben Immobilien fungiert insbesondere Gold seit jeher als kaufkrafterhaltender Sachwert. Der Wert von Gold hat sich bereits seit der Römerzeit als derart solide erwiesen, dass sich unter Anlegern ein Sinnspruch entwickelt hat: Eine Unze Gold würde über die Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte hinweg einen ausreichenden Gegenwert zum Kauf eines guten Anzuges darstellen. Eine Weisheit, die sich aus Sicht von Goldprofi Julius Leineweber bewährt hat: Für eine Goldunze gab es zu Zeiten der Römer eine hochwertige Toga und heute einen edlen Anzug. 

Anders als Fiat-Währungen sind auch Bitcoins nicht beliebig vermehrbar, was im Grundsatz für einen Werterhaltungscharakter der Kryptowährung sprechen würde. In der Praxis jedoch hat sich der Bitcoin als zu schwankungsanfällig erwiesen, um verlässlich als Instrument der Wertaufbewahrung und somit des Kaufkrafterhalts zu dienen. 2017 zeigte der Bitcoin zwar eine Wertentwicklung, von der Anleger in der Regel nur träumen: Vom Anfang bis zum Ende des Jahres gemessen verzeichnete der Kurs der Digitalwährung ein Plus von rund 1.300 Prozent. Doch der Kursexplosion folgte im darauffolgenden Jahr ein ähnlich rasanter Preisverfall, der Kurs fiel im Laufe des Jahres um 2018 72 Prozent. Eine derartige Volatilität macht die Kryptowährung aus Sicht von Julius Leineweber im Gegensatz zum wertstabilen Gold zu einer hochspekulativen Anlage.

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